[[sagen:tss4344|<<< zurück]] | **[[capitel:tss4000|Die Sagen des Kiffhäusers und der Güldenen Aue...]]** | [[sagen:tss4346|weiter >>>]] ====== Der Flohsbergk ====== Dahinge in Flohsbehrk, i's sie Lahde net gehühr((geheuer)) gewahßt; ümmer hats gespühkt, u es ist si Lebstag kei Mensch gern dehinge blebe, banns nert unfing u wuir dämmerig, geschwig banns gair erst Naicht wair. Ball krehte de Lüht Muischelln, ball zopftse's un Uihr((Ohr)) odder unner Jache, u bann se sich eröm drahte, sahchen se nüscht; ball rief s'es bein Nume, odder brahl bi a klei Keind, u wimmert u bairmt e Stöckche für enn, u bann se dernach ginge, da wairs ümmer e Stöckche für en, awwer se kumme mi Lebstag net drun, u es hattse nur förn Nairrn, u fuihrt se irr. Nach hinte hat au d's [[wesen:wütendesheer|wüthig Heer]] sin Sibz dehinge in Flohsberg, das kömmt übern Gerberstein u übern Hirzbahlz dahergezoin u lät sich im Flohsberg dernidder, u behn((wen)) das derwischt, der is verluirn, u dem drehts den Hahls erömmer. Awwer me muß sich, bamme's hürt komm in der Luft, off en Bug((Bauch)) u offs Gesicht der Läng nach off en Erdbode leh, u muß e Vateronser baht, da zühts verüber, u kun en nüscht gethu, wils ömmer muß in der Luft blih, u kunn net ganz erabber off den Erdbode gereich. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung, Band IV S. 233-234// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen steinbachbadliebenstein mundart wütendesheer gebet maulschelle streich gebet v2}}