[[sagen:tss4133|<<< zurück]] | **[[capitel:tss4000|Die Sagen des Kiffhäusers und der Güldenen Aue...]]** | [[sagen:tss4135|weiter >>>]] ====== Von Kelbra ====== Unter der [[burg:rothenburgthueringen|Rothenburg]] liegt das Städtlein [[geo:Kelbra]]; soll den Namen haben von guter Kälberzucht; Kälberaue, wie [[geo:Roßla]], ohnfern davon, soviel als Roßaue bedeuten soll. Man ließt, das einst in großer [[lex:theuerung|Theurung]] des Jahres 1597, unter dem hungernden Volk ein Geschrei entstanden, es finde sich zwischen Kelbra und [[geo:Auleben]] in einem Berge schönes helles und lautres Mehl; darauf war ein großes Zulaufen auf den Straßen danach, und wollte ein Jeder solches Mehl holen und verbacken, Aber die Meisten sind daran gestorben, wenn sie davon genossen. Im Jahr 1607 brannte das Städtlein Kelbra gar aus, bis auf 18 Häuser, und blieb das Gedächtniß dieses Unglücksjahres für Kelbra in dem Wort - InCenDIVM. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen kyffhäuser kelbra rossla 1579 hunger theuerung auleben mehlmsterben 1607 stadtbrand v2}}