[[sagen:tss3343|<<<]] | **[[capitel:tss3000|Sagen aus Thüringens Vorzeit, den drei Gleichen, dem Schneekopf und dem thüringischen Henneberg]]** | [[sagen:tss3345|>>>]] ====== Geist in der kalten Staude ====== Zwischen Rohr und Meiningen ist ein Gehölz, heißt die kalte Staude, darin ist es nicht richtig. In der Schlundgasse hatte vor Zeiten ein ruheloser Geist sein Wesen, schreckte die Leute und war sehr bösartiger Natur. Da wurden Popelsträger((Hochdeutsch wahrscheinlich Popanzträger, Geisterbanner, im thüringischen Volksglauben fast jedesmal, so oft sie vorkommen, Jesuiten.)) verschrieben, die fingen das Gespenst, steckten es in einen Sack und trugen es in die kalte Staude, wo es in einen Baum gebannt wurde. Gleichwohl spukt es nun in jenem Gehölz, hockt sich den Wanderern auf, und ertheilt nach Art seiner Genossenschaft unsichtbare Maulschellen. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen v0}}