[[sagen:tss3337|<<<]] | **[[capitel:tss3000|Sagen aus Thüringens Vorzeit, den drei Gleichen, dem Schneekopf und dem thüringischen Henneberg]]** | [[sagen:tss3339|>>>]] ====== Die Mallscht in Dillstht ====== (Die Mahlstätte in Dillstedt - Dillstedter Dialect) In Dillfiht dann Werthshaus grad nü((gegenüber)) hefstmes((nennt man es)) die Mallscht, bu sust((sonst)) die Bräutleut dröbber hin gegange sinn, ban se ins Werthshaus zoge. Nu sinn ag a Moal e Poar Bräutleut über d'n Schoffstag((Schafsteig)) die Mallscht nauf k'gange, un da hatt a harchelsbeerhekke((Stachelbeerhecke)) naber d'n Waak((Weg)) k'stann. Un bi de Bräutleut an die Hekke komme sinn, da hatt a Stemm((Stimme)) daraus k'schreit: Heut werrschte((hinauf)) nauf k'klunge, Un über's Joar((Jahr)) nauf k'sunge. Un bi nach das Joar öm kwast is, da sinn se P'storbe. Un von darsell((desselben)) Zeit o genn fai Bräutleut meh da har, un bann se dann größte Demwaaf((Umweg)) nach der Kerche un nach dann Werthhaus mößte mach. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen mundart v0}}