[[sagen:tss2350|<<< zurück]] | **[[capitel:tss2000|Sagen aus Thüringens Frühzeit, von Ohrdruf und dem Inselberge]]** | [[sagen:tss2352|weiter >>>]] ====== Schatzgräber werden geschreckt ====== Unterhalb dem Dorfe Schwarzhausen liegt ein Stück Wald, die alte Grube genannt, und dort, wo die Emse am Waldessaum unter Erlenbüschen hinfließt, steht ein großer Schatz, der mit einem rothwollenem Hemd versett ist. Schatzgräber, die die ganze Gegend durchzogen, wußten von ihm und wollten ihn heben. Sie kamen an den Ort mit allerlei Zaubergeräth, trugen lange weiße Leinenkittel mit rothen Bändchen, und huben ihre Beschwörung an. Der Schatz rückte herauf, aber mit ihm erschienen drohende Geister, die riefen einander den Namen eines der Schatzgräber zu, schreiend: Den wollen wir zerreißen! Wie der das hörte, schrie er überlaut um Gnade, und wie er schrie, versank der Schatz in die Tiefe. Hohnlachend verschwanden die Geister, und mit leerer Hand zogen die Schatzgräber ab. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen v0}}