[[sagen:tss2348|<<< zurück]] | **[[capitel:tss2000|Sagen aus Thüringens Frühzeit, von Ohrdruf und dem Inselberge]]** | [[sagen:tss2350|weiter >>>]] ====== Ein Förster sieht auch das Geisbeinsloch offen ====== Es ist noch nicht gar lange her, daß der in der Ruhl und Umgegend wohlbekannte Förster K. auf dem Marktberg ein Treiben hatte, und auf einen fast ebenen schönen grünen Platz gelangte, an dessen Ende er plötzlich eine geräumige Höhle offen erblickte, die er, der doch das ganze Revier sehr genau kannte, früher nie gewahrt. Als er diese Höhle sieht, schreit er und ruft den Kreisern zu, die mit ihm waren, aber eine Strecke hinter ihm zurück. Anfänglich hören und antworten sie nicht, weßhalb er wieder ein Stück zurückgeht und, da er sie findet, ihnen abermals zuruft und sie mit ihm gehen heißt, ihnen auch von der Höhle sagt. Wie sie aber wieder auf den Platz kommen, ist die Höhle verschwunden, und nur der grüne Rasenplatz breitet sich vor ihren Blicken aus. Diese Höhle ist das Geisbeinsloch gewesen, welches die Venetianer versprochen haben, daß Niemand es finden kann. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen v0}}