[[sagen:tss2328|<<< zurück]] | **[[capitel:tss2000|Sagen aus Thüringens Frühzeit, von Ohrdruf und dem Inselberge]]** | [[sagen:tss2330|weiter >>>]] ====== Vom Bier - Esel ====== Ein wunderliches Gespenst lebt im Volksglauben der [[geo:ruhla|Ruhlbewohner]]. Langsam und leise durchschleicht es in der Stunde des Mitternacht die Gassen des Ortes, ein großer gräulicher Esel, und hockt sich den Männern auf, die um so späte Nachtzeit erst vom Bier heim schleichen. Mancher hat ihn schon tragen müssen bis an sein Haus, ein doppelt Beladener, viele lange Strecken. Andern Leuten thut er nichts. Mancher ist auch schon des Bieresels wegen früher vom Zapfen heimgegangen, um nicht in die Umhalsung der nordischen Empusa((Empusa, ein Gespenst der [[volk:Römer]], das in Eselsgestalt erschien und die Reisenden überfiel.)) zu gerathen. Einige nennen ihn auch den wilden Esel, und haben ihn gesehen, wie er sich gewälzt hat. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen ruhla esel aufhucker bier v2}}