[[sagen:tss2208|<<< zurück]] | **[[capitel:tss2000|Sagen aus Thüringens Frühzeit, von Ohrdruf und dem Inselberge]]** | [[sagen:tss2210|weiter >>>]] ====== Kloster St. Michael wird zerstört ====== Als man nach Christi Geburt neunhundert und neun Jahre zählte, zogen abermals die [[volk:Ungarn]], die noch Heiden waren, nach [[land:Thüringen]] und verheerten das Land. Zu dieser Zeit wurden, wie ein erfurtischer Mönch geschrieben hat, sechzehn Mönchs- und Nonnenklöster in Thüringen zerstört, darunter auch St. Michael zu [[geo:Ohrdruf]], doch wurde dasselbe hernachmals durch frommer Leute Hülfe schöner und reicher wieder hergestellt, wie sich ergiebt aus alten Briefen. Damals, als die Hunnen so grausam einfielen, war ein Herzog von Thüringen, Namens [[vip:burchardvonthueringen|Burkhart]], der sandte umher zu den Herzogen von Sachsen, Oesterreich, Bayern, Schwaben und Franken um Hülfe, die kamen auch zu ihm mit großer Heeresmacht und trafen auf das Hunnenheer mit acht Pannern, Da geschah eine große Schlacht bei [[geo:Eisenach]], in welcher zwei Drittheile der [[volk:Hunnen]] erschlagen wurden, aber auch gedachter Herzog Burkhart blieb im Felde, mit ihm der Herzog von Oesterreich und viele andere Grafen und Herren.((Vergl. im 3. Band: Sagen aus Thüringens Vorzeit)) //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen ungarn hunnen ohrdruf 919 kirche zerstörung schlacht eisenach burchardvonthueringen v2}}