[[sagen:tss1208|<<< zurück]] | **[[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]]** | [[sagen:tss1210|weiter >>>]] ====== Der Gang im Berge ====== Es geht die gemeine Sage, daß durch den [[region:hörselberg|Hörseelberg]] ein [[typ:geheimgang|Gang]] führe und zwar vom Hörseelloch an, welches in der Kälberfelder Flurmarkung liegt, durch den ganzen Berg bis unter die Kirche zu [[geo:sättelstädt|Sättelstätt]], allwo vielleicht in den frühsten Zeiten die Stelle war, an welcher die Königin Reinswig die [[typ:Seele]] ihres Gemahls erlöste. Oft soll sich in den Kellern der an den Berg dicht angebauten Häuser des Dorfes Sättelstätt manchem ein Spukgesicht gezeigt haben. Einer, der [[typ:Bier]] zu zapfen in einen solchen [[typ:Keller]] gegangen war, kam todt bleich wieder herauf und hatte die Sprache verloren, konnte auch nicht beschreiben, was ihm unten widerfahren war. Ein anderer ging hinab und kam gar nicht wieder, und niemand wußte, wo er hin geschwunden war; ein dritter fand die [[typ:fass|Fässer]] leer, die er Tags zuvor gefüllt in den Keller geschafft und doch den Boden trocken, und so erzählen sich die Umwohner des spuk- und sagenreichen Hörseelberges noch manche ähnliche Geschichte. //Quellen:// * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// ---- {{tag>sagen bechstein tss thüringen hörselberg geheimgang sättelstädt spuk bier keller bierfass fass Reinswig v2}}