[[sagen:schnurrenluckau150| <<< zurück ]] | **[[capitel:schnurrenxi|11.Kapitel: Zauberer und Hexenmeister]]** | [[sagen:schnurrenluckau152| weiter >>> ]] ====== Der Hexenmeister in Rietzneuendorf ====== Das war ein Mann, der immer das schönste Vieh im ganzen [[geo:Rietzneuendorf|Dorfe]] hatte; es mochte ein noch so ungünstiges Jahr für die Viehhaltung sein, er hatte niemals Unglück in der Viehwirtschaft. Beim Stollereiten waren seine Pferde immer die ersten, und wenn welche verkauft werden sollten, nahmen die Käufer stets die von dem Hexenmeister. Auch seine Gärten und Felder hatten immer die schönste Frucht, und Unglück traf ihn nie. Einmal hatte er den wunderschönsten Klee in seinem Garten. Als er nun mal nicht zu Hause war, holte sich spät abends sein Nachbar eine Karre Klee. Am andern Morgen traf der [[wesen:Zauberer]] den Dieb auf der Straße und sagte zu ihm „Dein Pferd ist gefallen“, und als der Mann schnell nach Hause rannte, war das Unglück schon geschehen. Als der [[wesen:Hexenmeister]] tot war, ging unter seinen Nachfolgern die Wirtschaft zurück und zugrunde. //Quelle:// * //[[autor:scharnweber|Robert Scharnweber]] & [[autor:jungrichter|Otto Jungrichter]]: [[buch:sagenschnurrenkreisluckau|Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau]], Berlin 1933;// ---- {{tag>sagen scharnweber jungrichter sagenschnurrenkreisluckau niederlausitz Rietzneuendorf Stollereiten Stollenreiten zauberer garten klee karre karren dieb diebstahl unglück v2}}