[[sagen:schnurrenluckau054| <<< zurück ]] | **[[capitel:schnurreniii|3. Kapitel: Von Freimaurern und Zigeunern]]** | [[sagen:schnurrenluckau056| Weiter >>> ]] ====== Das Zigeunerweib in Lichtena ====== Nach [[geo:lichtena|Lichtena]] kam einstmals ein [[volk:zigeuner|Zigeunerweib]] zum Betteln. Bei sich hatte sie eine schwarze Katze, die lief immer hinter ihr her. Als sie in ein Haus hineingegangen war, und die Katze draußen blieb, kam ein Knabe und jagte die Katze und warf mit Steinen nach ihr. Da kam das Weib wieder aus dem Haus heraus und sprach zu dem Jungen: “Heinel, kriegst krumme Beinel,“ und lockte die Katze und ging davon. Die Frau des Schenkers hatte das aber gehört, weil sie am Fenster hinter den Vorhängen stand und gemerkt, das die Zigeunerin eine [[wesen:Hexe]] war. Und als das Weib in die [[lex:schänke|Schenke]] kam und bettelte, da nahm sie einen Besen und jagte die Hexe hinaus und warf ihr Salz nach auf den Rücken. Und als das Salz die Zigeunerin traf, schrie sie laut: “Au, wie das brennt!“ und lief davon. Der Junge aber hatte seinen Schaden; denn nach ein paar Tagen lief er, fiel über einen Stein, brach das Bein und blieb sein Lebtag ein Krüppel. //Quelle: [[autor:scharnweber|Robert Scharnweber]] & [[autor:jungrichter|Otto Jungrichter]]: [[buch:sagenschnurrenkreisluckau|Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau N.-L.]], Berlin 1933// ---- {{tag>sagen scharnweber jungrichter sagenschnurrenkreisluckau niederlausitz zigeuner weib lichtena hexe schänke katze schwarzekatze bein krüppel knochenbruch v2}}