[[sagen:sbssur201| <<< zurück ]] | **[[buch:sbssur|Sagenbuch der Sächsischen Schweiz und ihrer Randgebiete]]** | [[sagen:sbssur203| weiter >>>]] ====== Woher die Birken von der Duba ihren Namen haben ====== M. 1, Nr. 3; II, Nr. 1 204; Gräße, Bd. 1, Nr. 192; Beckler, Historia Howorea; Hof 1649, Fol. S. 7 und 39. Das Haus [[familie:vonduba|Berka]], dessen Wappen aus zwei kreuzweis übereinandergelegten Eichenästen bestand, gehörte mit dem ihm stammverwandten Hause Howora zu den ältesten Adelsgeschlechtern [[region:böhmen|Böhmens]]. Ein Ahnherr der letzteren war Jägermeister des Herzogs Jaromir (im Jahre 1085). Einst kam dieser auf einer Jagd von seinem Gefolge ab und fiel in die Hände der Werschowoczer, die das Räuberhandwerk trieben. Schon band man den Herzog und seinen Diener nackend an eine Eiche, um sie mit Pfeilen zu erschießen, da bat sich der Howora von dem feindlichen Anführer als Gnade aus, noch dreimal sein Leibstückchen auf dem Horne blasen zu dürfen. Allein diese Töne zeigten dem zerstreuten Gefolge nicht bloß den Ort, wo ihr Herr weilte, sondern auch, daß er in Gefahr sei; es eilte herbei, und so wurden beide vom gewissen Tode gerettet. Aus Dankbarkeit hat nun der Herzog seinen treuen Diener mit Belohnungen überhäuft und ihm den Beinamen Duba (d. h. Eiche) gegeben, welchen Friedrich Berke, als er 1440 das Schloß Eiche oder Duba baute, der Verwandtschaft wegen annahm. Das Benediktinerkloster, welches Jaromir an der Stelle, wo sich diese Begebenheit zugetragen hatte, erbaute, bestand noch bis auf die Zeit des Königs Wenzel, wo es zerstört ward. Die Duba aber waren lange Zeit Besitzer der Herrschaft Hohnstein-Wildenstein in der [[region:sächsischeschweiz|Sächsischen Schweiz]]. //Anm.: Das Wappen der Birken von der Duba begegnet uns erstmals auf einem Siegel des Hinko Berka von der Duba unter einer 1279 ausgestellten Urkunde. Hinko war zu dieser Zeit (1276-1288) Truchseß des Königs von Böhmen. Auch seine Nachkommen bekleideten einflußreiche Ämter und besaßen ansehnliche Herrschaften in Nordböhmen. Hinko Berka von der Duba erhielt um die Mitte des 14. Jahrhunderts vom Kaiser Karl IV. die Herrschaft und Burg Hohnstein als Lehen. Das Wappen ist noch heute auf der Burg Hohnstein in dem zum oberen Burghof führenden Durchgang zu sehen. Es befindet sich auch in den Stadtwappen einiger nordböhmischer und sächsischer Städte.// //Quellen:// * //[[buch:sbssur|Sagenbuch der Sächsischen Schweiz und ihrer Randgebiete]]; Herausgegeben von [[autor:alfredmeiche|Alfred Meiche]], Dresden 1929, Verlag von Adolf Urban// ---- {{tag>sagen alfredmeiche sbssur v2a}}