[[sagen:satc035|<<< zurück]] | **[[capitel:sat-b|Sagen aus Thüringen - Orts- und Volkssagen]]** | [[sagen:satc037|weiter >>>]] ====== Die Wünschelruthe ====== Mündlich Wenn eine einjährige Haselruthe in der Walpurgisnacht zwischen 11-12 Uhr gebrochen und mit gewissen Zaubersprüchen, um Metall zu suchen, beschworen wurde, dann zeigte diese Wünschelruthe in der Nacht das im Boden liegende Metall, indem sie sich bog und durch Neigung die Stelle desselben im Boden anzeigte. Schlug man da ein, so fand man das Metall. In Marksuhl begaben sich einst einige Männer Nachts mit einer Wünschelruthe an eine Stelle im Walde, von der die Sage ging, daß daselbst Geld verborgen wäre. Man gebrauchte die Ruthe an mehreren Plätzen und sie neigte sich zur Erde, daß sie fast brach. Man schlug ein und fand an einem Orte einen eisernen Keil, an andern auch Eisen. Aber man suchte nach dem Gelde. Siehe, da entstand plößlich ein Gebrause und Getöse im Walde, die Laterne erlosch, als ob der böse Geist erschienen sei, der keinen Wohlgefallen am ferneren Suchen habe. Voller Angst flohen die Männer dem Walde zu und versuchten die Wünschelruthe nie wieder. //Quellen:// * //[[autor:Witzschel|Dr. August Witzschel]]: [[buch:sat|Sagen aus Thüringen]]. Meersburg und Leipzig 1930// ---- {{tag>sagen witzschel sat thüringen v0}}