[[sagen:sagenschwaben290c|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:sagenschwaben10|Kapitel 10]]** | [[sagen:sagenschwaben291b|nächste Sage >>>]] ====== Wetterglocken 1.Sage ====== In den meisten katholischen Gemeinden, besonders in Oberschwaben, wird bei einem Gewitter geläutet, um Hagel und Wetterschaden zu vertreiben. Manche Kirchen haben besondere Glocken dazu, z. B. das Kloster Weingarten bei Altdorf die sogenannte »heilige Blutglocke«, die während eines Gewitters gezogen wird. In Wurmlingen läutet man mit der Glocke auf dem Remigiusberg, und wenn man das früh genug tut, so trifft die Markung nie ein Wetterschaden. Indes sind die benachbarten Ortschaften, z. B. Jesingen, oft unzufrieden damit, weil sie glauben, dass mit dem Gewitter zugleich der Regen vertrieben werde. Die Mönche in der Rohrhalde wollten für diese Glocke zwei Reihen Krontaler geben, die von der Wurmlinger Kapelle bis in die Rohrhalde bei Kiebingen Stück an Stück hingelegt werden sollten. Allein die Gemeinde willigte nicht ein. //Quelle: [[buch:sagenschwaben|Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben]], gesammelt von [[autor:ernstmeier|Dr. Ernst Meier]], Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852// ---- {{tag>sagen ernstmeier sagenschwaben schwaben v0}}