[[sagen:sagenschwaben286|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:sagenschwaben10|Kapitel 10]]** | [[sagen:sagenschwaben288|nächste Sage >>>]] ====== Wie Wind entsteht ====== Eine mündliche Überlieferung aus Wurmlingen, Niedernau und sonst. Wenn jemand sich erhängt, so bricht alsbald ein heftiger Sturm los, denn die reine Luft empört sich darüber, dass sie durch einen Leichnam verunreinigt wird. Die Erde und das Wasser ertragen eine Leiche schon, aber die Luft will’s nicht leiden. Das ist oftmals beobachtet worden. Als z. B. am 17. Juli 1787 der Hannikel mit drei Diebs- und Mordgenossen bei Sulz aufgehängt wurde, so entstand sofort ein arger Sturm und ein furchtbares Gewitter. Daher sagt man ganz allgemein, wenn’s plötzlich heftig zu winden anfängt: »Es muss sich wieder einer erhängt haben.« //Quelle: [[buch:sagenschwaben|Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben]], gesammelt von [[autor:ernstmeier|Dr. Ernst Meier]], Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852// ---- {{tag>sagen ernstmeier sagenschwaben schwaben v0}}