[[sagen:sagenschwaben196|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:sagenschwaben05|Kapitel 5]]** | [[sagen:sagenschwaben198a|nächste Sage >>>]] ====== Eine Hexe als Sau ====== Aus Kalw S'ist emal e Handwerksbursch gwä, der ist in-ere Scheuer übernachtet, un do hat er um Mitternacht en grausige Lärme g'hairt un ist ufg'stanne, um z'gucket, was 's ist; do hat er de Hexemoister mit de Hexe g'sehe und hat g’hairt, wie er ere jede g’sait hat, was se z'dunt hat. Zu ein-ere hat er g'sait: morge früah, wenn der Sauhirt ausfahrt, muoßt unter d'Säu fahre und 's Schmieds Kind anpacke derweils in d'Schul gaht. Glei 's Morgets gaht der Handwerksbursch zum Schmied un saits em. Der Schmied sait: „'s ist reacht!" un läßt na dees Kind, wie der Sauhirt kommt, e Stückle weit vom Haus weglaufe un gibt Achting. Richtig kommt e graußmächtige Sau und packts an; der Schmied jagt se eweg, gaht ins Haus, nimmt e glühigs Eise, und wie dia Sau do wieder kommt, stoßt ers-er in Rache nunter. Nach-ere Weile kommt sein anders Kind und holt en zur Ahne, die ist im Sterbe g'leage. Do hat der Schmied g’sehe, daß dees d'Hex gwä ist, die ihr eiges Enkele hat müoße anpacke, weils der Hexemoister g’sait hat. //Quelle: [[buch:sagenschwaben|Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben]], gesammelt von [[autor:ernstmeier|Dr. Ernst Meier]], Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852// ---- {{tag>sagen ernstmeier sagenschwaben schwaben hexe v0}}