[[sagen:sagenbuchpreussen1-142|<<< zurück]] | **[[capitel:sagenbuchpreussenmarken|Sagenbuch des Preussischen Staates - Die Marken]]** | [[sagen:sagenbuchpreussen1-144|weiter >>>]] ====== Das Kreuz am Uengelinger Thore zu Stendal ====== Nach Weihe, Bd. I. S. 53 etc. An derjenigen Barriere des Uengelinger Thores zu [[geo:Stendal]], welche dem Gertrud-Kloster gegenüber um den äußern Thorzwinger herumläuft, befindet sich noch heute ein altes verwittertes Steinkreuz, welches an einen hier einst begangenen Mord erinnern soll.((Diese Sage ist nicht mit einer ähnlichen zu verwechseln, welche unten von dem Steinkreuz bei [[geo:möringenstendal|Großmöringen]] erzählt werden wird.)) Es hat nämlich im 15. Jahrhundert ein geschickter Baumeister das noch heute existirende Tangermünder Thor gebaut, und einige Jahre später der Schüler desselben das Uengelinger. Letzteres ist nun besser ausgeführt als das erstere, und der Meister soll aus Eifersucht auf den Ruhm seines Schülers denselben da, wo jetzt das [[ding:suehnekreuz|Kreuz]] steht, mit dem Hammer erschlagen haben. Der Sage nach soll man nun in mondhellen Nächten an jener Stelle eine bleiche Jünglingsgestalt erblicken, welche mit ausgestreckten Armen hohläugig nach jenem Thurm hinstarrt, während hoch oben um die Zinnen des Thurmes ein klapperndes Gerippe herumschwebt, welches mit einem Hammer Steine von der Mauer herabschlägt. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 135-136// ---- {{tag>sagen graesse sagenbuchpreussen1 markbrandenburg altmark stendal stein kreuz tor eifersucht hammer suehnekreuz erschlagen spuk mauer gerippe 15jhd v2}}