[[sagen:sagenbuchlausitzII-214|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptortssagen|Dritte Abtheilung: Ortssagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzII-216|nächste Sage >>>]] ====== Niemitzsch und das „alte Land“ ====== N. L. Magag., 1823, S. 56 ; 1863, S. 391. Neue Laus. Mon.-Schr., 1797, I. 24 . Destinata lit. Lus., P. VI, p. 590, Frenzel, lex slav. II, 2237. H. Jentsch, Gub, Gymn.-Progr. 1889, S. 17. „[[geo:Niemitzsch]] (Niempsi) bei [[geo:Guben]] war eine Burgwarte und ward schon zu Zeiten des von [[vip:ludwigderdeutsche|Ludwig dem Deutschen]] an der Serbengrenze angesetzten Grafen [[vip:Thakulf]] erbaut. Nachher gehörte es den [[vip:gero|Markgrafen Gero]], welche daselbst ihren Sitz hatten und es mit allen Zubehörungen über hundert Jahre besaßen. Diese Zubehörungen bestanden aus den Dörfern: Pozdicum (Pobsen ?), Gotheruna (Göttern), Bezdicz (Bösiß, Beitzsch), Gozewa (Jetzschko), Lepi und Tamarini (Döbern?), welche zusammen einen Flächenraum von 7000 Hufen Landes enthalten. Als Gero die [[region:Niederlausitz]] besiegt und mit der Ostmark vereinigt hatte, wurde dieser Gau zum Unterschiede von dem eroberten Lande das „alte Land“ genannt, welcher Name sich noch bis auf den heutigen Tag im Munde des Volkes erhalten hat. Vor diesen Zeiten wurde das "alte Land" von dem Zwergvolke der [[wesen:Heinchen]] bewohnt. //Anmerkungen (Karl Haupt): Niemitsch heißt „deutsch“, als die erste Ansedelung der Deutschen. So heißt auch Türfenhausen ursprünglich Düringshausen, weil sich dort Thüringer angesiedelt haben. Dest. lit. I. III. P. VI. p. 590.// //Quellen:// * //[[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1862, T. II, Nr. 215;// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz2 ortssagen niederlausitz Niemitzsch gero heinchen Thakulf v2}}