[[sagen:sagenbuchlausitzII-156|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptortssagen|Dritte Abtheilung: Ortssagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzII-158|nächste Sage >>>]] ====== Der Brunnen des Kamenzer Marktplatzes ====== Gräve S. 122 Zur Zeit des [[zeit:pönfall|Pönfalls]] regierte in [[geo:Kamenz]] der Bürgermeister Günther. Er war ein verwegener Mann, der einmal zu [[geo:Prag]] einen kaiserlichen Kommissar, der ihm versicherte, daß Kaiserliche Majestät nicht gemeint sei, den geistlichen Aemtern etwas zu entziehen, die kecke Antwort gab: „Nun, wo der Kornsack geblieben ist, mag auch das Zubindeband bleiben." Dadurch verlor [[geo:Kamenz]] die Dörfer Deutschbaselitz und Gölenau. Dieser Mann hatte eine Blutschande auf sich geladen und war durch Richterspruch zum Tode verurtheilt. Er rettete aber sein Leben dadurch, daß er zur Sühne seiner That auf dem Kamenzer Markte einen steinernen Brunnen, in Gestalt eines Galgens, bauen ließ, der noch heute eine darauf bezügliche Inschrift trägt. //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz2 v2a}}