[[sagen:sagenbuchlausitzII-110|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptortssagen|Dritte Abtheilung: Ortssagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzII-112|nächste Sage >>>]] ====== Die wendische Prophetin bei Göda ====== Knauth, Serb. Kirchen-Gesch. S. 245. Im Jahre 1578 entstand unter den [[geo:bautzen|budissinischen]] [[volk:sorben|Wenden]] eine große Religionsbewegung, denn an der lausitzer Grenze, um [[geo:Stolpen]] und [[geo:Göda]] war eine Jungfrau aufgestanden, die hielt den Leuten ihre Sünden vor, predigte Buße und verkündigte Gottes Strafgericht. Und ihre Predigt war gewaltig und alles Volk strömte ihr zu und kamen an die funfzehntausend Wenden zusammen. Da hat es lange gedauert, bis die Herrschaft und die Pfarrer die Leute wieder in Ordnung brachten. Es sind aber viele Katholische durch sie zu Luther's Lehre bekehret worden. Die Böhmen aber spotteten darüber und gebrauchten seitdem ein Sprichwort für einen leichtgläubigen Menschen: Stokowym proroken do Lauze, das heißt: es ist wie mit den Propheten in der [[region:Lausitz]]. //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz2 oberlausitz stolpen göda ortssagen jungfrau 1578 reformation bekehrung wallfahrt predigt sünde sprichwort spott strafgericht v2}}