[[sagen:sagenbuchlausitzII-048|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptschildsagen|Zweite Abtheilung: Schildsagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzII-050|nächste Sage >>>]] ====== Prittwitz ====== Sinapius 1. 730. Die v. Prittwiß führen im Schilde ein Schachbret mit goldenen und schwarzen Steinen und auf dem gefrönten Helme ein Mohrenbild ohne Arme mit einer goldenen Hauptbinde, welchem etliche Tropfen Blut über das Gesicht laufen. Ihr Ahnherr war ein slavischer Krieger Namens Holub (Täuber, Columbus), welcher in mauretanischen Kriegsdiensten sich befunden und ein ausgezeichneter Schachspieler war. Eine Mohrenkönigin, die hierin auch erfahren war, höret ihn rühmen und bietet ihm eine Partie an. Er fragt: Was soll der Lohn des Gewinnes sein? Sie antwortet: Er soll dem Ueberwundenen das Spielbret um den Kopf schlagen. Er geht es ein, gewinnt und schlägt's ihr an die Stirne, daß sie, blutet und verbunden werden muß. Den König erfreut der Witz und die Kühnheit des gemeinen Kriegers, er adelt ihn, macht ihn zum Hauptmann und giebt ihm den Namen Bretwitz. //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz2 schlesien schildsagen vonprittwitz urpsrung wappen schild schach brett mohr blut witz v2}}