[[sagen:sagenbuchlausitzI-336|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptwundersagen|Siebendte Abtheilung: Wundersagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzI-338|nächste Sage >>>]] ====== Pfarrer Nikolai zu Kunnewalde bei Bautzen ====== Handschriftl. Chronik von Budissin ohne Namen des Verf in der Biblioth. der Oberl. Ges. d. Wissensch. Fol. 20. cf. Jöcher's Gelehrtenlerikon s. lit. K. Scheibele, das Kloster, Bd. XII. S. 497. Zur Zeit als in der [[region:Lausitz]] das Evangelium schon ganz mächtig zu werden anfing und die Leute nicht mehr zur katholischen Messe gehen wollten, war zu [[geo:cunewalde|Kunnewalde]] bei [[geo:Bautzen]] ein katholischer Priester. Der eiferte ganz entsetzlich gegen [[vip:martinluther|Dr. Luther]] und sein Werk und rief eines Tages im unbändigen Zorn von der Kanzel herab: Wenn des verdammten Ketzermeisters Luther Wort und Lehre wahr wäre, so solle ihn doch flugs der Donner erschlagen. Kaum hatte er's ausgesprochen, so zog ein schweres Gewitter am Himmel auf. Da flohen die Leute in Haufen zur Kirche heraus. Der Pfarrer aber stieg von der Kanzel und wollte auf seine Pfarre gehen. Aber noch ehe er zu Hause ankam, fuhr ein Blitzstrahl herab und traf das Lästermaul, daß er auf ewig verstummte und todt liegen blieb. Da wurden viele zum Evangelium bekehrt. Solches ist geschehen am [[zeit:trinitatis|Tage S. Trinitatis]] im Jahre des Heils 1537. //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz cunewalde 1537 gottesdienst martinluther pfarrer zorn schimpfen gewitter flucht wundersagen blitz trinitatis reformation bekehrung v2}}