[[sagen:sagenbuchlausitzI-304|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptwundersagen|Siebendte Abtheilung: Wundersagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzI-306|nächste Sage >>>]] ====== Der Hankabrunnen in Collm ====== Frenzel, hist. natur. msc. I. 483. N. L. Mag. 1833 S. 590. In [[geo:kollm|Collm]] unterm Weinberge ist ein Brunnen, den nennen die [[volk:sorben|Wenden]] Hanka. Er hat das ganze Jahr Wasser, ausgenommen vom [[zeit:johannistag|Feste Johannis des Täufers]] bis [[zeit:michaelistag|Michaelis]]. Das hat folgende Bewandtniß. Es war einmal ein schönes Mädchen, Hanka genannt, das bleichte dort seine Leinwand manches Jahr und verdiente sich viel Geld damit. Einst beschuldigten es die Leute, es führe keinen keuschen Lebenswandel, sondern sei unzüchtig und unrein. Da vermaß und verschwor es sich und sagte, wenn das wahr wäre, was die Leute von ihm sagten, so solle Gott diesen Brunnen vertrocknen lassen. Kaum hatte es diese Worte gesprochen, so versiegte der Brunnen, und versiegt seitdem noch alle Jahre um diese Zeit, und zum Gedächtniß daran nannte man ihn Hanka. //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz hanka schwur bleichen leinwand geld brunnen kollm sorben wundersagen johannistag michaelstag v2}}