[[sagen:sagenbuchlausitzI-209|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptzaubersagen|Fünfte Abtheilung: Zaubersagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzI-211|nächste Sage >>>]] ====== Die beiden Zauberer bei Neschwitz ====== N. L. Mag. 1838 S. 135. Gräve S. 77. Zwischen [[geo:bautzen|Budissin]] und [[geo:Neschwitz]] ist ein Wäldchen, das war aber einst ein großer Wald mit Bären und Wölfen. Dort haben auch einst zwei heidnische [[wesen:Zauberer]] gehaust. Die waren sich gegenseitig feind und haßten sich bis aufs Blut. Der eine war ein Herr über die Feuer- und [[wesen:erdgeist|Erdgeister]], der andere aber herrschte über die [[wesen:wassergeist|Wassergeister]]. Die kamen einst in einen heftigen Streit, und der Feuerkönig rief Flammen vom Himmel und aus der Erde, um seinen Feind zu verderben. Aber der Wasserkönig zog herbei die Wolken von oben und die Flüsse und Quellen von unten und die Flammen kämpften mit den Gewässern. Aber sie mußten bald verlöschen; eine ungeheure Ueberschwemmung ersäufte den Wald und den Feuerkönig dazu, und die Fluth war so heftig, daß die großen Felsen nur so hin und her gewälzt wurden. Davon sieht man noch heute die Spuren. //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz Neschwitz zauberer zaubersagen bautzen streit flut flamme zauberer wassergeist erdgeist v2}}