[[sagen:sagenbuchlausitzI-120|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:hauptteufelssagen|Dritte Abtheilung: Teufelssagen]]** | [[sagen:sagenbuchlausitzI-122|nächste Sage >>>]] ====== Der Teufel holt zu Budissin einen Küchenjungen ====== Gräve, S. 194. Auf dem Schloß Ortenburg bei [[geo:bautzen|Budissin]] hielten einst die Edlen der [[region:Lausitz]] ein großes Zechgelage und auch die Dienerschaft bekam weidlich zu trinken. Da war auch ein Küchenjunge, ein ruchloser Kerl, Säufer und Flucher. Der rief im Rausche den [[wesen:Teufel]] an, er möchte ihn doch holen, stampfte mit dem Fuße auf den Boden und schimpfte auf den Teufel, daß er ein feiger Wicht sei und nicht einmal so viel Courage hätte, einen Küchenjungen zu holen. Das muß denn doch dem Teufel zu arg gewesen sein; er erschien in furchtbarer Gestalt, ergriff den Burschen beim Schopfe und fuhr mit ihm durch das auf den Schloßhof gehende Küchenfenster, über welchem er ihm den Schädel zerschmetterte, wovon die Blutspuren vor nicht gar zu langer Zeit noch zu sehen waren. //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// ---- {{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz bautzen teufelssagen teufel ortenburgbautzen fest dieser betrinken schimpfen fenster schädel v2}}