[[sagen:sagenbucherzgebirge772|<<< vorherige Sage]] | **[[capitel:ix._ortssagensagenbuch_des_erzgebirges|IX. Ortssagen]]** | [[sagen:sagenbucherzgebirge774|nächste Sage >>>]] ====== Wie Bernsbach seine Waldungen verlor ====== Richter, Chronica der freyen Bergstadt St. Annaberg. II, 1748. S. 29. Die Wälder um [[geo:Bernsbach]] sind einst unbedachtsamer Weise der Gemeinde verloren gegangen. Denn dem Verlaut nach soll zu [[vip:johanngeorgi|Joh. Georgs I.]] Zeiten eine Revision gekommen sein, und da die Bernsbacher gleichfalls gefragt worden, ob sie Grundstücke hätten, so nach nicht zinsbar, sollen sie geantwortet haben, es wäre Revier und wilder Wald genug, was ihnen der Quark sollte, sie könnten das Holz so nicht tilgen. Worauf die Kommission gefragt, ob sie es denn nicht haben wollten? Darauf sie gesagt, das Holz wüchse ihnen so in die Fenster hinein, wenn es der Kurfürst besser zu gebrauchen wüsste, möchte er es hinnehmen, sie wüssten damit nichts anzufangen. Darauf hätten sie sich ordentlich losgesagt, und ist dies Holz also hernach eingezogen worden, und hat jetzt dieses ganze Dorf nicht eine Hand breit an Revieren und Holz. //Quelle:// * //[[autor:ernstkoehler|Dr. Joh. Aug. Ernst Köhler]]:[[buch:sagenbuchdeserzgebirges|Sagenbuch des Erzgebirges]], Verlag und Druck von Carl Moritz Gärtner, 1886.// ---- {{tag>sagen ernstköhler sagenbuchdeserzgebirges erzgebirge bernsbach johanngeorgi v2}}