[[sagen:sagenbucherzgebirge158|<<< zurück]] | **[[capitel:iii._daemonensagensagenbuch_des_erzgebirges|III. Dämonensagen]]** | [[sagen:sagenbucherzgebirge160|weiter >>>]] ====== Der Berggeist erscheint in Roßgestalt ====== Br. Grimm, Deutsche Sagen, I No. 2. Wrubel, a. a. O., S. 29. Zu [[geo:Annaberg]] war eine Grube, genannt „der Rosenkranz“, darinnen arbeiteten 12 Knappen. Die schwatzten mit einander possenhaft, wollten sich gegenseitig mit dem [[wesen:Berggeist]] fürchten machen und leugneten ihn als einen lächerlichen Popanz. Da mit einem Male sahen sie eine Rossgestalt mit langem Halse und mit feurigen Augen an der Stirne und erschraken zum Tode. Dann ward aus der Rossgestalt die wahre Gestalt des [[wesen:bergmönch|Bergmönches]], die trat ihnen schweigend nahe und hauchte jeden nur an. Sein Atem aber war wie ein böses Wetter, sie sanken tot nieder von des Geistes Anhauch, und nur einer kam wieder zu sich, gewann mit Mühe den Ausgang und sagte, was sich zugetragen. Dann starb auch er. Darauf ist die silberreiche Grube „der Rosenkranz“ zum Erliegen gekommen und nicht mehr angebaut worden. //Quelle:// * //[[autor:ernstkoehler|Dr. Joh. Aug. Ernst Köhler]]:[[buch:sagenbuchdeserzgebirges|Sagenbuch des Erzgebirges]], Verlag und Druck von Carl Moritz Gärtner, 1886.// ---- {{tag>sagen ernstköhler sagenbuchdeserzgebirges erzgebirgemuseum erzgebirge annaberg grube bergmann streich übermut berggeist angst bergmönch sterben hauch v2}}