[[sagen:sagenbucherzgebirge089|<<< zurück]] | **[[capitel:ii._spukgeister-_und_gespenstersagensagenbuch_des_erzgebirges|II. Sagen von Spukgeistern und Gespenstern]]** | [[sagen:sagenbucherzgebirge091|weiter >>>]] ====== Ein Gespenst ängstigt einen Wiesenthaler Fleischer ====== Flader, Wiesenthälisches Ehren-Gedächtnis, 1719, S. 97. Anno 1655 ging ein Fleischhauer aus [[geo:oberwiesenthal|Wiesenthal]] sehr frühe bei Mondenschein und wollte nach [[geo:Elterlein]]. Als er aber eine halbe [[lex:Meile]] zurückgeleget und auf einen Platz kommt, tritt ihm ein grausames Gespenst mit feuriger Zunge und Augen entgegen, in Gestalt eines verrufen gewesenen Gebirgers, der manchem auf dem böhmischen Wald das Licht ausgelöscht. Dies Gespenst verlegt ihm den Weg mit seiner Kette um den Leib, daran eitel Totenköpfe hingen. Der Fleischhauer erschrickt, betet und kehrt eilends zurück nach Haus. Das Ungetüm aber begleitet ihn bis in seine Stube, stellet sich daselbst vor ihn und sieht ihn an, bis die Wirtin aufgestanden ist und ein Licht angezündet hat. Da ist das Gespenst wieder verschwunden. //Quellen:// * //[[autor:ernstkoehler|Dr. Joh. Aug. Ernst Köhler]]:[[buch:sagenbuchdeserzgebirges|Sagenbuch des Erzgebirges]], Verlag und Druck von Carl Moritz Gärtner, 1886.// ---- {{tag>sagen ernstköhler sagenbuchdeserzgebirges erzgebirge 1655 metzger oberwiesenthal meile gespenst mörder kette v2}}