[[sagen:oberharz192|<<< zurück]] | **[[capitel:sagen_vom_lichtenstein_von_foerste_und_dorste|Sagen vom Lichtenstein, von Förste und Dorste]]** | [[sagen:oberharz194|weiter >>>]] ====== Die lichtensteiner Currende ====== Auf dem [[region:lichtensteinharz|Lichtenstein]] zwischen [[geo:Dorste]] und [[geo:osterodeharz|Osterode]] hört man oft einen Gesang und ist doch Niemand sichtbar. Der Spielmann Wolf sah dort aus einem Loche einmal wol dreißig Schüler in blauen Zarschmänteln hervorsteigen und singend in den reinsten Tönen und ohne nur einmal im Singen anzuhalten, wie eine gute Currende auch nicht muß, bis nach dem Buchenholze gegenüber hingehen, wo zu [[zeit:Himmelfahrt]] das Fest gefeiert wird, das die Oesteröder den Füllenmarkt nennen, weil die jungen Leute dort so gern über den Strang schlagen. Wer aber dann, wenn die Schüler aus der Grube gestiegen sind, das Herz hätte, dahinein zu steigen, der könnte große Schätze herausholen. Der Spielmann Wolf hatte es nicht, darum ist er als ein armer Teufel gestorben. //Quellen:// * //[[buch:sagenoberharz|Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen]], gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle.]], 1853, Brockhaus Leipzig;// ---- {{tag>sagen proehle sagenoberharz harz lichtensteinharz osterode dorste spielmann loch himmelfahrt grube schatz armut sterben v2}}