[[sagen:lauchhammer201|<<< zurück]] | **[[buch:lauchhammer2|Heimatsagen Lauchammer Teil 2]]** | [[sagen:lauchhammer203|weiter >>>]] ====== Wendebaum befreit seinen Sohn vom Bann ====== J. Korthals, Heimatkalender Liebenwerda 1934 Ein Besitzer in der Nähe der Heidemühle verfügte ebenfalls über die geheime Kunst, zu bannen, aber nicht zu befreien. Da ihm beständig Felddiebstähle zugefügt wurden, beschloß er, mit Hilfe seiner Zauberkraft denjenigen, der in kommender Nacht seinem Acker nahte, [[ding:festmachen|festzumachen]]. Doch, o Schreck, als er frühmorgens nachsah, hatte er den Sohn Wendebaums gebannt, der anläßlich eines Jagdganges im Auftrage des Vaters dies Grundstück überschreiten wollte. Schnell lief er zum Vater Wendebaum in die Försterei, damit er den Sohn freimache, und das mußte noch vor Sonnenaufgang erfolgen, sonst müsse der Sohn sterben. In stürmischer Hast kam Vater Wendebaum herbei, versetzte ihm eine schallende Ohrfeige und befreite ihn dadurch sofort von seinem unheilvollen Banne. Doch war die Sonne schon im Aufgehen, und da der böse Hexengeist für das Versehen nicht ohne Opfer bleiben durfte, so verfügten die bannenden Meister es also, daß das in Kürze zu erwartende Kindlein der Ehefrau jenes Besitzers nicht lebend das Licht der Welt erblickte. //Quelle: [[buch:shkfiwa|Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde]] 2002. Nr. 2// ---- {{tag>sagen shkfiwa niederlausitz korthals hkliebenwerda grünewaldelauchhammer heinrichwendebaum mühle bann dieb acker festmachen jagd sonnenaufgang ohrfeige opfer v2}}