[[sagen:juelichervolkskundeinde226|<<< zurück]] | **[[buch:juelichervolkskundeinde|Zur Volkskunde des Jülicher Landes, Sagen aus dem Indegebiet]]** | [[sagen:juelichervolkskundeinde228|weiter >>>]] ====== Entweihung des Sonntags ====== mündlich aus Hamich In einer [[lex:schänke|Dorfschenke]] des Wehebachtales, es soll in [[geo:Schevenhütte]] gewesen sein, saßen junge Leute während des Nachmittag-Gottesdienstes beim Kartenspiele. Der Wirt forderte die Leute auf, das Spiel einzustellen. Sie störten sich jedoch nicht daran und karteten weiter. Einige Zeit darauf trat der Wirt zum Herde und wollte Kohlen aus dem Kasten nehmen. Erschreckt fuhr er zurück mit den Worten: „Was ist das?“ Die jungen Leute eilten auf den Schreckensruf herbei und erblickten in dem Kohlenkasten eine große, schwarzgraue Schlange. Einer der jungen Leute sagte in seinem Übermute: „O, mit dem Tiere ist schnell gespielt.“ Er hob die Herdplatte hoch, nahm eine Feuerzange, und die Schlange schlich ins Feuer. Kaum aber hatte er die Herdplatte aufgelegt, da entstand ein furchtbarer Knall. Die Anwesenden kamen mit dem Schrecken davon; sie entweihten seitdem den Sonntag jedoch nicht mehr. //Quelle: [[autor:HeinrichHoffmann|Heinrich Hoffmann]] [[buch:juelichervolkskundeinde|Zur Volkskunde des Jülicher Landes, Sagen aus dem Indegebiet]], 1914, Nr. 227// ---- {{tag>sagen heinrichhoffmann juelichervolkskundeinde eifel schevenhütte kartenspiel schlange feuer gottesdienst übermut v2}}