[[sagen:juelichervolkskundeinde180|<<< zurück]] | **[[buch:juelichervolkskundeinde|Zur Volkskunde des Jülicher Landes, Sagen aus dem Indegebiet]]** | [[sagen:juelichervolkskundeinde182|weiter >>>]] ====== Die Stadt Gression in Langerwehe ====== Mündlich von vielen aus der Umgegend Auf dem Berge, auf dem die Langerweher Kirche liegt, findet man im Boden an manchen Stellen Grundmauern alter Gebäulichkeiten; auch ungewöhnlich große, rote Dachpfannen kommen wie auch anderwärts, in der ganzen Umgegend zum Vorschein. Das sind die Trümmer der großen Stadt [[geo:Gression]], die sich in uralter Zeit über den Berg bis [[geo:Gressenich]] und nach allen Seiten weit in die Umgegend und namentlich bis über das alte, verschwundene Geuenich bei [[geo:altdorf-inden|Altdorf]] erstreckte. Von dieser Stadt heißt ein Teil des Dorfes Altdorf, der auf [[geo:Inden]] zu liegt, noch heute 'die Vorstadt'. Bei [[geo:Obergeich]] lag zu jener Zeit auf der 'Duvvesmaar' der Marktplatz von Gression mit vornehmen Gebäuden, und über den 'Uhles' in Langerwehe stand in Richtung auf [[geo:Weisweiler]] hin im sogenannten 'Poezefähld' ein Stadttor. In dieser Stadt wohnten die Heiden, und die Langerweher Kirche war damals ein Heidentempel. Noch heute soll eine unleserliche, eiserne Tafel der Kirchenmauer zu [[geo:Langerwehe]] an jene Zeit erinnern. Gression ist aber wegen der Lasterhaftigkeit seiner Bewohner von der Sündflut hinweggeschwemmt worden, und nur die Kirche, die später zu einem christlichen Gotteshause umgewandelt wurde, ist von der gottlosen Stadt übriggeblieben. Wie gewaltig die Flut in der Stadt gehaust hat, will das Volk an den großen Mengen zusammengeschwemmter Baumstämme in der Lucherberger Braunkohle und in den dort angetürmten Sand- und Geröllmassen erkennen. //Quelle: [[autor:HeinrichHoffmann|Heinrich Hoffmann]] [[buch:juelichervolkskundeinde|Zur Volkskunde des Jülicher Landes, Sagen aus dem Indegebiet]], 1914, Nr. 181// ---- {{tag>sagen heinrichhoffmann juelichervolkskundeinde gression weisweiler inden obergeich tempel ort versunken wüstung heiden flut v2}}