[[sagen:hsw213|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:hsw|Hessische Sagen]]** | [[sagen:hsw215|nächste Sage >>>]] ====== Der Apfelbaum bei Trebur ====== Unweit vom Flecken Trebur im Mersheimer Feld stand ein Apfelbaum, welcher alle Jahre in der Christnacht Äpfel trug. Wenn ein gutes Jahr vorhanden, so waren die Äpfel so groß, wie eine Bohne geworden, doch an Gestalt wie ein Äpflein mit Blüte und Stiel. Ansonsten waren sie wie eine Erbse. In einer Stunde hat der Baum Blätter, Blüten und Früchte bekommen, welches alle Jahre von den Einwohnern mit besonderem Fleiß in acht genommen worden war. Einige Male hatte man sie dem Landgrafen Georg II. gebracht, der sie als eine Seltsamkeit anderen Fürsten und Herrn zeigte. Sonst hat er zu gewöhnlicher Jahreszeit wilde Holzäpfel getragen. Es ist aber dieser Baum vor vielen Jahren durch lose Buben, als sie einstmals die Früchte abzubrechen versäumt hatten, gefällt worden. Dergleichen Äpfel hat man auch zu Darmstadt auf dem Kirchhof vor der Stadt und anderswo in Hessen gefunden. //Quellen:// * //[[autor:johanneswilhelmwolf|Johannes Wilhelm Wolf]], [[buch:hsw|Hessische Sagen]], Leipzig, 1853// ---- {{tag>sagen johanneswilhelmwolf hsw v0}}