[[sagen:hsw177|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:hsw|Hessische Sagen]]** | [[sagen:hsw179|nächste Sage >>>]] ====== Die Katzen auf dem Rodenstein ====== Ein Mann träumte, er solle auf den Rodenstein gehen, da liege ein großer Schatz in einer eisernen Kiste vergraben, den eine Katze mit feurigem Atem hüte. Da nahm er am anderen Morgen einen guten Freund zu sich, und die beiden gelangten glücklich unbemerkt auf den Rodenstein. Der Erste ging vor allem und schnitt sich einen jährigen Haselzweig, dann fingen sie an zu graben. Bald kamen sie an ein Gewölbe, darin stand richtig die Kiste und die Katze lag darauf und hustete, dass Feuer und Flammen ihr aus Maul und Nase fuhren. Der Mann traf aber unerschrocken hinzu und schlug sie ein paar Mal mit dem Haselzweig über den Rücken. Da sprang sie in eine Ecke und verschwand. Zu gleicher Zeit zeigte sich aber eine andere Katze über dem Eingang des Gewölbes, die bewarf die beiden Männer mit Steinen und warf sie immer mehr und immer schneller und mit immer größeren Steinen, sodass sie die Köpfe mit den Händen hielten, um nur nicht getroffen zu werden, und die Kiste nicht anfassen konnten. Endlich wurde es dem einen der Männer zu arg und er rief der Katze zu: »Ei, du Aas, wenn ich hinkomme!« Aber im selben Augenblick waren die Katze und die Kiste verschwunden und die beiden Männer hatten das Nachsehen. //Quellen:// * //[[autor:johanneswilhelmwolf|Johannes Wilhelm Wolf]], [[buch:hsw|Hessische Sagen]], Leipzig, 1853// ---- {{tag>sagen johanneswilhelmwolf hsw v0}}