[[sagen:hsw127|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:hsw|Hessische Sagen]]** | [[sagen:hsw129|nächste Sage >>>]] ====== Des Teufels Fuß ====== Bei den Schmitts-Äckern zwischen Döllbach und Motten steht ein Kreuz aus Stein, an dem man den Eindruck eines Pferdefußes sieht. In der Nähe dieses Kreuzes erwartete einst ein Mädchen seinen Geliebten und sehnte sich wohl allzu sehr nach ihm, sodass sein Herz der Sünde nahe war. Da trat plötzlich eine Gestalt, wie die ihres Liebsten, der ein Jägerbursche war, aus dem Wald und kam querfeldein auf sie zu. Mit freudiger Hast eilte sie ihm entgegen und reichte ihm die Hand. Doch da fasste der Jäger sie stürmisch an und wollte sie zu seinem Willen zwingen. Sie rang sich sträubend, bis sie an das Kreuz kam. Da rief sie jammernd: »Jesus, Maria, Joseph, steht mir bei!« Sogleich fühlte sie sich frei. Sie hörte nur noch, wie der Jäger wild mit dem Fuß auf den Stein stampfte, dann sank sie ohnmächtig hin. Als sie wieder zu sich kam, sah sie den Eindruck im Stein und erkannte, in welcher Gefahr sie durch den Bösen gewesen war, den ihr Ruf verscheucht hatte. //Quellen:// * //[[autor:johanneswilhelmwolf|Johannes Wilhelm Wolf]], [[buch:hsw|Hessische Sagen]], Leipzig, 1853// ---- {{tag>sagen johanneswilhelmwolf hsw v0}}