[[sagen:hsw026|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:hsw|Hessische Sagen]]** | [[sagen:hsw028|nächste Sage >>>]] ====== Das Eichbrünnchen ====== In der Nähe des Rodensteins am Fuß einer alten Eiche entspringt das Eichbrünnchen, in welchem die Rodensteiner ihre Kinder taufen ließen. Eines Abends war den Leuten, welche am Fuß der Burg wohnen, eine Magd fortgegangen, sie wussten nicht, wohin sie gegangen war. Als sie das Mädchen lange in der nächsten Umgebung des Hauses gesucht hatten, fanden sie es endlich am Eichbrünnchen. Sie wollte aber durchaus nicht von der Stelle hinweg und fragte, ob sie nicht den schönen Wagen gesehen hätten, mit dem Sie fortfahren solle. Diese Magd war ein goldenes Sonntagskind. Andere erzählen die Sache folgendermaßen: Die Magd erzählte, als man sie fand, sie sei, während die übrigen Hofleute beim Spinnen zusammengesessen hätten, vor die Tür gegangen, um irgendein Geschäft zu verrichten. Als sie in den Hof getreten war, sei eine vierspännige Kutsche vorgefahren, in welche man sie, ehe sie sich versehen konnte, geschwind hineingehoben hätte. Danach sei die Kutsche pfeilschnell querfeldein gefahren und erst in einem entfernten Wiesengrund habe man sie wieder freigegeben. //Quellen:// * //[[autor:johanneswilhelmwolf|Johannes Wilhelm Wolf]], [[buch:hsw|Hessische Sagen]], Leipzig, 1853// ---- {{tag>sagen johanneswilhelmwolf hsw v0}}