[[sagen:grimmds2-476|<<< zurück ]] | **[[capitel:grimmds2|Deutsche Sagen - Band 2]]** | [[sagen:grimmds2-478| weiter >>>]] ====== Otto läßt sich nicht schlagen ====== [[vip:ottoiiihrr|Otto III.]] war noch klein, als man ihn zu [[geo:Aachen]] weihte, und stand unter seines Oheims, [[vip:bernwardvonhildesheim|Bischof Bruno’s]], Vormundschaft. Eines Tages geschah, daß das Kind im Bad unziemlich geschlagen wurde; da ließ es ein todtes Kind in sein Bett tragen und verbarg sich heimlich. Bruno, als er vor das Bett trat, erschrak heftig, und glaubte den König todt: doch bald darauf wurde er wieder gefunden. Da fragte der Bischof Otton, warum er das gethan hätte? Das Kind sprach: „du hießest mich im Bade hart mit einer scharfen Gerte schlagen, und half mich all mein Weinen nicht; da zürnte ich auf dich, und wollte dich drum erschrecken.“ Da gelobte ihm Bruno „daß ihm fürbaß kein Leid mehr geschehen sollte“ berief die Fürsten nach [[geo:Mainz]] auf einen Tag, und übergab ihnen das Kind mit dem Reiche. Die Fürsten aber empfahlen das Kind nunmehr [[vip:willigis|Willegis]], Bischof zu Mainz. //Quellen: // * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 2, S. 168-169, 1818// ---- {{tag>sagen grimm deutschesagen2 aachen ottoiiihrr willigis bernwardvonhildesheim prügel streich bett sterben 991 v2}}