[[sagen:grimmds1-357|<<< zurück ]] | **[[capitel:grimmds1|Deutsche Sagen - Band 1]]** | [[sagen:grimmds1-359| weiter >>>]] ====== Sündliche Liebe ====== Falkenstein thüring. Chronik I. 218. 219. Auf dem Petersberge bei [[geo:erfurt|Erfurt]] ist ein Begräbniß von Bruder und Schwester, die auf dem etwas erhabenen Leichensteine abgebildet sind. Die Schwester war so schön, daß der Bruder, als er eine Zeitlang in der Fremde zugebracht und wiederkam, eine heftige Liebe zu ihr faßte und mit ihr sündigte. Beiden riß alsbald der [[wesen:teufel|Teufel]] das Haupt ab. Auf dem Leichensteine wurden ihre Bildnisse ausgehauen, aber die Köpfe verschwanden auch hier von den Leibern und es blieb nur der Stachel, woran sie befestiget waren. Man setzte andere von Messing darauf, aber auch diese kamen fort, ja, wenn man nur mit Kreide Gesichter darüber zeichnete, so war andern Tags alles wieder ausgelöscht. //Quellen: // * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 1, S. 460, 1816// ---- {{tag>sagen grimm deutschesagen1 teufel erfurt petersbergerfurt grabstein liebe messing inzucht sünde v2}}