[[sagen:grimmds1-337|<<< zurück ]] | **[[capitel:grimmds1|Deutsche Sagen - Band 1]]** | [[sagen:grimmds1-339| weiter >>>]] ====== Die zwölf Johanneße ====== Falkenstein thüring. Chronik I. 218 Ein fränkischer König hatte zwölf Jünglinge, die wurden die deutschen Schüler genannt, und hieß jeglicher Johannes. Sie fuhren auf einer Glücksscheibe durch alle Länder und konnten binnen vier und zwanzig Stunden erfahren, was in der ganzen Welt geschehen war. Das berichteten sie dann dem Könige. Der [[wesen:Teufel]] aber ließ alle Jahre einen von der Scheibe herabfallen und nahm ihn zum Zoll. Den letzten ließ er auf den Petersberg bei [[geo:Erfurt]] fallen, der zuvor der Berbersberg genannt war. Der König bekümmerte sich, wo doch der letzte hingekommen wäre, und als er erfuhr, daß es ein schöner Berg sey, auf den er herabgefallen, ließ er eine Capelle daselbst bauen und nannte sie Corpus Christi; setzte auch einen Einsiedler hinein. Es war aber damals schiffbar Wasser rings umher und nichts angebaut und an der Capelle hing eine Leuchte, darnach sich jeder richtete, bis das Wasser an der [[burg:sachsenburgkyffhäuser|Sachsenburg]] abgestochen wurde. //Quellen: // * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 1, S. 437–438, 1816// ---- {{tag>sagen grimm deutschesagen1 thüringen scheibe teufel erfurt petersberg einsiedler kirchenbau sachsenburgkyffhäuser v2}}