[[sagen:grimmds1-304|<<< zurück ]] | **[[capitel:grimmds1|Deutsche Sagen - Band 1]]** | [[sagen:grimmds1-306| weiter >>>]] ====== Der Nix an der Kelle ====== Otmar’s Volkssagen. vgl. Behrens S. 82. An der Kelle, einem kleinen See, unweit [[geo:werna|Werne]] im [[region:grafschafthohnstein|Hohensteinischen]], wohnten sonst [[wesen:nixe|Nixen]]. Einmal hohlte der [[wesen:Nix]] des Nachts die Hebamme aus einem Dorfe und brachte sie unter großen Versprechungen zu der Untiefe hin, wo er mit seinem Weibe wohnte. Er führte sie hinab in das unterirdische Gemach, wo die Hebamme ihr Amt verrichtete. Der Nix belohnte sie reichlich. Eh sie aber wegging, winkte ihr die Kindbetterin und klagte heimlich mit einem Thränenstrom, daß der Nix das neugeborene Kind bald würgen würde. Und wirklich sah die Hebamme einige Minuten nachher auf der Oberfläche des Wassers einen blutrothen Strahl. Das Kind war ermordet. //Quellen: // * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 1, S. 392-393, 1816// ---- {{tag>sagen grimm deutschesagen1 grafschafthohnstein nix hebamme werna harz kindsmord v2}}