[[sagen:graessesachsena075|<<< zurück ]] | **[[capitel:graessesachsenanhang|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Anhang]]** | [[sagen:graessesachsena077| weiter >>>]] ====== Der Teufelsbruch bei Löhnitsch ====== S. Altenb. Kirchengalerie Nr. 42. S. 202. Nördlich von dem bei [[geo:Altenburg]] liegenden Dorfe [[geo:lehnitzsch|Löhnitsch]] zieht sich ein Berg bis zum rechten [[region:pleisse|Pleißenufer]] hinab, der der Teufelsbruch heißt. Bis zum J. 1828 bemerkte man dort zwei große, einige Ellen von einander entfernte graue, zum Theil mit Moos überzogene Felsblöcke. Der kleinere hatte einen Eindruck, der einem Menschenkopf glich, der andere ein Loch von der Gestalt einer Menschenhand. In jenem Jahre wurden aber beide von dem damaligen Besitzer zerschlagen und zu einem Bau verwendet. An diese Steine knüpft sich folgende Sage. Es hielten sich in dieser steinigen und waldigen Gegend in den ersten christlichen Zeiten viele [[wesen:hexe|Hexen]] auf, durch deren Zaubereien zu [[zeit:walpurgisnacht|Walpurgis]] und am Dreikönigstage die Leute vom Christenthume zurückgehalten wurden. Da schlug ein Mönch eine Wette vor, daß der Gott der Höchste sein solle, der einen jener Steine am Weitesten den Berg herabtrage. Der Herr [[vip:jesus|Christus]] trug nun den größern auf der Hand, der [[wesen:Teufel]] den kleinern nur mit Mühe auf dem Kopfe (daher jene Eindrücke) und Viele bekehrten sich nun zum Christenthume. An dem noch jetzt sogenannten Eifergrunde taufte der Mönch sehr Viele, bis endlich [[vip:heinrichiostfranken|Finkenheinrich]] mit Gewalt die Bekehrung vollendete. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 382// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 lehnitzsch altenburgischesland vogtland pleisse jesus teufel hexe zauberei heinrichiostfranken mönch wette taufe bekehrung v2}}