[[sagen:graessesachsen861|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** | [[sagen:graessesachsen863| weiter >>>]] ====== Der wilde Ruprecht auf dem Hutberge ====== S. Gräve S. 135 Auf dem Hutberge bei [[geo:Herrnhut]] ist’s nicht geheuer. In der [[zeit:Walpurgisnacht]] hört man ein schreckliches Tosen in der Luft und sieht allerhand riesenhafte Gestalten daher ziehen. Das ist der ruhelose Geist eines wilden Raubritters; der hatte einst dort eine große Burg, deren Trümmer noch heute sichtbar sind. Sein Name war Ulrich Ruprecht. Er legte große Keller im Berge an, wo er seinen Raub zusammentrug, und einen großen Schatz sammelte, der noch zu heben ist. Ein unterirdischer Gang setzte sein Schloß in Verbindung mit [[geo:bernstadteigen|Bernstadt]], wo sein guter Freund und Helfershelfer [[wesen:dietrichvonbern|Bernhard Dietrich]] hauste. Als er einst in seinem Keller saß und im Golde wühlte, kam der [[wesen:Teufel]] und mauerte die Kellerthüre zu, daß er bei seinen Schätzen elendiglich umkommen mußte. //Quelle:// * //[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 275;// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 v2a}}