[[sagen:graessesachsen647|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** | [[sagen:graessesachsen649| weiter >>>]] ====== Die Stiftung des Klosters Mildenfurth bei Weida oder Heinrichs des Reichen von Plauen Traum ====== Limmer, Entw. e. urkundl. Gesch. d. Voigtlandes. Gera, 1825. B. I. S. 270. Heinrich der Reiche((Heinrich II. „der Reiche“, Vogt von Weida (1193–1209), Ritterschlag durch [[vip:heinrichivhrr|Kaiser Heinrich VI.]] (1191), urkundlich 1174 bez. 1180 bis 1196, besitzt die Herrschaften Weida, Gera, Plauen, Greiz und Ronneburg, sowie wahrscheinlich Nordhalben, zum Teil als Reichslehen, zum Teil als Lehen der Landgrafen von Thüringen, der Bischöfe von Naumburg und Bamberg, des Stiftes Quedlinburg, der Grafen von Everstein und Andechs-Meran, stiftet 1193 das [[kirche:klostermildenfurth|Prämonstratenserkloster Mildenfurth]], (* um 1164/1165; † 3. August vor 1209)), Voigt von [[geo:Plauen]], hatte in seiner Jugend seinen Bruder Bernhard beim Spielen mit einem Thorflügel geschlagen, so daß dieser von der erlittenen Quetschung zum Krüppel geworden starb. Ersterer konnte sich nun über diese Begebenheit nie ganz beruhigen, und als er im Jahre 1190 mit [[vip:heinrichvihrr|Kaiser Heinrich]] von der Belagerung [[geo:braunschweig|Braunschweigs]] zurückkehrte und sich zu [[geo:Magdeburg]] verweilte und seine Herberge bei den dasigen Regelherrn nahm, träumte es ihm in der Nacht des Marientages, er werde wegen dieses Mordes öffentlich vor dem kaiserlichen Gerichte angeklagt und zum Tode verurtheilt. In der Angst schrie er wirklich so laut zur Mutter Gottes um Hilfe, daß ihn Niemand ermuntern konnte, und so träumte er denn weiter, wie die [[vip:hlgmaria|heilige Jungfrau]] in Begleitung einer weißen Schaar von Heiligen und Prämonstratenser Mönchen aus der St. Marienkirche kommend sich zum Thron des Kaisers nahete und ihm versicherte, daß, wenn er Almosen geben würde, sie für ihn um Gnade bitten wolle. So habe er im Traume die Stiftung eines [[kirche:klostermildenfurth|Prämonstratenserklosters]] zu Ehren der heiligen Jungfrau versprochen, welches er auch auf des Magdeburgschen Erzbischofs Ludolph’s Ermahnen wachend gehalten und von dem Kaiser die Bestätigung darüber erhalten habe. Dies geschah im Jahre 1193. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 49// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 plauen vogtland heinrichvihrr 1190 1193 mord hlgmaria traum stiftung kloster kirchenbau reuss weida klostermildenfurth v2}}