[[sagen:graessesachsen616|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** | [[sagen:graessesachsen618| weiter >>>]] ====== Spottverse vom Voigtland ====== Bechstein, Deutsches Sagenbuch. Lpzg. 1853. 8. S. 472. Auf mehrere kleine Städte des [[region:vogtland|Voigtlandes]] und des angrenzenden [[region:orlagau|Orlagaues]] existirt unter dem Volke ein Spottreim, der also lautet: Durch Adams Fall ist Tript’s verderbt.\\ Und Auma liegt daneben,\\ In Weide ist kein Heller Geld,\\ Und Neustadt kann nichts geben.\\ In Ziegenrück ist große Noth,\\ In Ranis ist kein Bissen Brod,\\ Und Pausa ist die Schwester:\\ Sind das nicht leere Nester?\\ Die Sage geht, [[geo:Pausa]] liege im Mittelpunkte der Welt((Dies erklärt Köhler, Aberglauben im Voigtlande S. V, recht gut.)). Dahin zu gelangen, fährt man mit der sächs. baierschen Eisenbahn nach [[geo:Mehltheuer]]. Von dort geht eine Post((Postkutsche)) nach [[geo:Schleiz]]. Wenn zu dieser sich mehr als sechs Personen melden, so heißt es: „die Post nach Schleiz ist voll, aber Sie können noch mit dem andern Wagen nach Pausa fahren“. Nun fährt man nach Pausa, und sieht dort zu, wie man nach Schleiz gelangt. Das nennt man pausiren. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 20// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 vogtland orlagau mehltheuer schleiz pausa eisenbahn spott vers spruch v2}}