[[sagen:graessesachsen612|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** | [[sagen:graessesachsen614| weiter >>>]] ====== Der krumme Schuß in Zwickau ====== Ziehnert Bd. III. S. 288. Als 1546 [[vip:ferdinandi|Ferdinand]] König von Böhmen und [[vip:moritzvonsachsen|Herzog Moritz von Sachsen]] [[geo:Zwickau]] belagerten, ist aus der Stadt mit einem Stück (d. h. Feldstück) durch beide Kirchthüren geschossen worden. Die Kirche liegt in der Stadt fast zwischen Morgen und Mittag, die Thüren aber gehen gegen Mittag und Mitternacht. Bei der mittäglichen Thüre liegt ein Berg vor, und die mitternächtliche geht ganz und gar nicht gegen die Stadt. Darum haben die Alten gemeint, daß diesen Schuß ein [[wesen:Zauberer]] gethan habe, welcher gewußt, daß eben zu selbiger Zeit sich in der Kirche viele vornehme Herren aufgehalten, und sind darum auch keine neuen Thüren gemacht worden, sondern nur Bretlein vor die Löcher genagelt worden. //Quellen:// * //[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. S. 13, 1874]// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 ferdinandi zwickau zauberer belagerung moritzvonsachsen wunder 1546 v2}}