[[sagen:graessesachsen488|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** | [[sagen:graessesachsen490|weiter >>>]] ====== Der alte Thurm in Tanneberg ====== Ziehnert Bd. III. S. 208. Nahe bei den Rittergutsgebäuden des Dorfes [[geo:tannenbergerzgebirge|Tanneberg]] bei [[geo:Geyer]] steht ein uralter viereckiger [[typ:turm|Thurm]]. Seine starken Mauern sind noch jetzt an die 30 [[lex:elle|Ellen]] hoch und von einem Wassergraben umgeben. Viel erzählt man von ihm, aber wenig Zusammenhängendes. In uralter Zeit soll einmal ein Graf, der Besitzer dieser Gegend, eine große Jagd gehalten und sich dabei verirrt haben, und mit seinem Rosse in einen Sumpf gesunken sein. Dem Tode nahe wäre er noch von den Jägern mit Mühe gerettet worden, und hätte zum Andenken den Thurm gebaut. Jetzt noch soll in dem Thurme der Geist eines der spätern Besitzer spuken, aber warum? weiß Niemand. Auch wollen alte Holzhacker und Bergleute den Baum wissen, wo die Seele dieses unglücklichen Spukers eingespundet sein soll. Es wäre sonst ein eiserner Reifen um den Baum gelegt gewesen, um die Seele recht fest zu halten, aber die Holzdiebe hätten zuletzt auch den Reifen gestohlen. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 422// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge tannenbergerzgebirge moor jäger fluch spuk geist turm rettung holzhauer seele v2}}