[[sagen:graessesachsen289|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** | [[sagen:graessesachsen291| weiter >>>]] ====== St. Wolfgang zu Freiberg ====== Poetisch behand. v. Otto Föhrau (d. h. Freiherr von Biedermann), Eine Sängerjugend. Dresd. 1847. 8. S. 118 sq. Ist einst ein Bischof, Namens Wolfgang, aus dem [[familie:vonschleinitz|Geschlechte derer von Schleinitz]] zu [[geo:Freiberg]] gewesen. Wie der nun einmal im vollen Ornate zum Dienste des Herrn in den [[kirche:domfreiberg|Dom]] geht, da stürzt sich ein Bettler vor seine Füße nieder, der Gliederreißen oder das böse Wesen zu haben schien. Mitleidsvoll blickten den Unglücklichen alle Anwesende an, nur der Bischof machte eine Ausnahme, er sprach zu ihm: „tobt wirklich eine Krankheit in Dir, so möge sich Gott Deiner erbarmen und Dich gesund machen, hast Du sie aber zum Frevel erlogen, um Almosen zu erlangen, soll sie von jetzt an Deine Strafe sein.“ Kaum war aber der gottlose Heuchler, der der ernsten Mahnung des Bischofs nicht ungehorsam zu sein wagte, vom Boden aufgestanden, als er auch mit jämmerlichem Geschrei wieder niederfiel und Niemand mehr an der Erfüllung des göttlichen Strafgerichts zweifeln konnte. Da hat das Volk den frommen Bischof als Heiligen verehrt und die Bergleute haben seitdem den [[vip:hlgwolfgang|H. Wolfgang]] zu ihrem Schutzpatron angenommen. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 226// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 freiberg domfreiberg bischof bettler krankheit almosen frevel strafe vonschleinitz fallsucht hlgwolfgang v2}}