[[sagen:graessesachsen147|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** | [[sagen:graessesachsen149| weiter >>>]] ====== Die Sagen vom goldnen Reiter zu Dresden ====== Mündlich Novellistisch beh. v. Winter, in der Constit. Zeitung. 1854. Nr. 134-137. Auf dem Marktplatze zu Neustadt-[[geo:Dresden]] steht auf einem steinernen unvollendet gebliebenen Fußgestell die kolossale Reiterstatüe [[vip:augustderstarke|August’s des Starken]] aus getriebener Kupferarbeit und reich vergoldet. Deshalb nennt man sie den goldenen Reiter. Sie ward in den Jahren 1733–1735 von einem Kupferschmied aus [[region:Schwaben]], Namens Ludwig Wiedemann, gefertigt. Derselbe soll sich jedoch dabei der Hilfe des [[wesen:teufel|Teufels]] bedient haben, der ihn indeß zuletzt im Stiche ließ, sodaß er vergaß, dem Pferde eine Zunge in das Maul zu geben. Später auf seinen Irrthum aufmerksam gemacht, war er vor Schreck gestorben. Im [[zeit:7jährigerkrieg|siebenjährigen Kriege]] soll ein preußischer Soldat, der sich einbildete, die Statüe sei wirklich aus purem Golde, des Nachts dieselbe erklettert und die Hufeisen an den erhobenen Vorderfüßen haben abschlagen wollen, ist aber damit nicht zu Stande gekommen und der gemachte Versuch heute noch an jenem Theile des Pferdes zu erkennen. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 sachsen teufel 1735 innereneustadtdd dresden augustderstarke 7jährigerkrieg statue schmied kupferschmied zunge sterben schreck hufeisen gold v2}}