[[sagen:graessesachsen055|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** | [[sagen:graessesachsen057| weiter >>>]] ====== Der versteinerte Mensch bei Diespar ====== Mündlich. Wenn man von dem Dorfe [[geo:diesbarseusslitz|Diespar]] nach [[geo:diesbarseusslitz|Seußlitz]] in der Nähe von [[geo:Meißen]] geht, erblickt man einen hohen Felsen, dessen eckige Kante einem Menschengesichte gleicht. Das Volk erzählt sich, es hätten in einer nahegelegenen Schlucht zwei Brüder gewohnt, die das Räuberhandwerk getrieben, aber beide ein Mädchen geliebt hätten, über deren Besitz sie in Streit gerathen wären. Das Mädchen habe aber endlich einem derselben den Vorzug gegeben, und dieser habe seine Geliebte über die [[region:Elbe]] auf der sogenannten Diebsfähre geführt, sein Nebenbuhler aber, als er das gesehen, habe sich aus Verzweiflung vom Berge herabstürzen wollen, sei aber von einem [[wesen:Zauberer]] in einen Felsen verwandelt worden. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 62// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 diesbarseusslitz räuber elbe selbstmord zauberer v2}}