[[sagen:graessesachsen002|<<< zurück]] | **[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** | [[sagen:graessesachsen004| weiter >>>]] ====== Das Gesicht der Herzogin Agnes ====== L. Peccenstein, Theatrum Saxonicum Th. II. S. 7.[WS 1] Agnes, eine Tochter des [[vip:wenzeli|Königs Wenzel von Böhmen]], war die zweite Gemahlin [[vip:heinrichiiimeissen|Markgraf Heinrichs des Erlauchten von Meißen]]. Als sie nun an einer schmerzhaften Krankheit darnieder lag, kam ihr kurz vor ihrem Tode (13. Sept. 1268) im Traume vor, als sehe sie einen [[wesen:Engel]] mit einem goldenen Becher vor sich stehen, der ihr zu trinken anbot. Als sie nun den Becher nahm und trank, däuchte ihr der Trank gar bitter; sie klagte es dem Engel und sprach zu ihm: ach, wie gar bitter geht das ein! Da versetzte der Engel: ei sei zufrieden, auf diese Bitterkeit wird bald eitel Süßigkeit folgen, weil [[vip:Jesus]] diesen Trank versüßen und verzuckern wird. So geschah es auch, denn bald, nachdem sie lächelnd ihrem Herrn und Gemahl diesen Traum erzählt, ist sie sanft und selig eingeschlafen. Das hat sich begeben auf dem [[burg:schlossscharfenberg|Schlosse Scharffenberg]] bei [[geo:Meißen]]. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 2// ---- {{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 TheatrumSaxonicum2 schlossscharfenberg meissen heinrichiiimeissen wenzeli engel weissagung traum sterben 1268 v2}}